Die Götter-Dreiheit (Triade) von Theben
Theben
Der ägyptische Name war Uaset (Waset) („Stadt des Uas-Zepters). Theben war eine große Stadt in Oberägypten. In der Bibel wird die Stadt No genannt. Auf dem einstigen Gebiet von Theben befinden sich heute die Stadt Luxor und das Dorf Karnak. Seit dem Mittleren Reich (ab 11. Dynastie, ca. 2050 v. Chr.) war Theben die Reichshauptstadt (vorher Memphis). Bis auf die Tempelruinen von Karnak und Luxor und die Reste einiger Siedlungen ist die einst „hunderttorige Stadt“, wie sie von den Griechen genannt wurde, verschwunden. Die einstigen Nekropolen von Theben sind weltbekannt als das sog. Tal der Könige und das sog. Tal der Königinnen.
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Tempelanlage
von Karnak |
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Erster
Pylon und die Sphinx-Allee |
Zwei
Widder-Sphinxen |
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Kiosk
des Taharqa |
Stationsheiligtum
Sethos II. |
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Eingang
zum Stationsheiligtum Ramses III. |
Stationsheiligtum
Rames III. |
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Kolossalstatue
Ramses II (?) am zweiten Pylon |
Seitlicher
Blick in die Säulenhalle rechts |
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Seitlicher
Blick in die Säulenhalle links |
Die
Obelisken von Thutmosis I. und Hatschepsut |
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Allerheiligstes |
Wappenpfeiler
Thutmosis III. vor dem Allerheiligsten |
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Blick
zum Festtempel Thutmosis III. |
Der
Heilige See |
Besondere Bedeutung erlangte Theben
im Neuen Reich, als Amun (siehe: Götter-Achtheit von Hermopolis)
Reichsgott wurde. Während der 18. Dynastie im Neuen Reich verlegte der Pharao
Amenophis IV (Echnaton) die Reichshauptstadt nach Amarna, wo als einziger Gott
Aton verehrt wurde (siehe: Amarna-Zeit). Der Aton-Kult endete mit der
Regentschaft von Echnaton ca. 1358 n. Chr. und Theben war wieder die
Reichshauptstadt.
Die Griechen sahen in Amun ihren Götterkönig Zeus, so dass sich der Amun-Kult als der Kult des Zeus-Ammon (Ammon ist er griechische Name von Amun) bis nach Griechenland ausbreitete und sich später sogar als Kult des Jupiter-Ammon bei den Römern fortsetzte. Nach dem Zerfall Thebens setzte sich der Ammon-Kult auch in Äthiopien und bei den Oasenbewohnern fort.
Götter-Dreiheit (Triade) von
Theben
Die Kosmonogie von Theben, die die
Priester erst im Neuen Reich, als Amun Reichgott wurde, entwickelten, war aus
anderen älteren Kosmonogien zusammen gesetzt. Sie
handelte von dem Schöpfergott Amun, seiner Frau Mut und seinem Sohn Chons.
Amum und Mut
Chons
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Amum
Amun hat sich selbst erschaffen wie der Gott Atum aus der Enneade von Heliopolis. Er wurde von den Priestern von Theben zum Hauptgott der Ogdoade von Hermopolis erklärt und alle acht Götter aus der Ogdoade zur Gestalt von Amun. Amun erschuf die Götter und die Menschen und ordnete die Welt wie Ptah aus der Triade von Memphis. Wie Ptah-Tatenen wurde Amun als Urhügel selbst angesehen. Amun gründete die Stadt Theben auf dem Urhügel, der den Urgewässern des Nun entstiegen war. Die Kosmogonie von Theben besagte, dass die Welt durch die Erbauung der Stadt Theben entstanden war. Theben wurde als Auge des Re angesehen, das alle anderen Städte beaufsichtigte. Nachdem Amun die Schöpfung vollendet hatte, verließ er die Erde, um wie der Sonnengott Re in den Himmel zu steigen und verschmolz mit ihm zu Amun-Re.
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Darstellungen zeigen Amun meistens als
Mann mit einer Kappe mit zwei hohen Federn und einem Band, das an seinem Rücken herabfällt, manchmal mit blauer Hautfarbe.
Als Schöpfergott wurde er in Gestalt einer Gans
("Der große |
Mut
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Anders als in Hermopolis Amaunet
wurde Amun in Theben Mut als Gemahlin zugeordnet. Mut wurde wie die Muttergöttinnen Isis und Hathor als göttliche Mutter der Pharaonen angesehen. Ursprünglich wurde sie als Geier
dargestellt, später als Frau mit Wie Tefnut und Sachmet wurde auch Mut mit
dem Sonnenauge |
Mut und Amun
Chons
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Chons ("Durchwandler")
ist ein Mondgott. Wie der Gott Thot galt er als "Herr der Zeit" und wurde insofern manchmal mit einem Ibiskopf oder als Pavian dargestellt. Meistens zeigen Darstellungen Chons
anthropomorph mit In Theben galt Chons als Träger des Himmels, analog zum Gott Schu aus der Enneade von Heliopolis. |